Anbaurichtlinien für regional erzeugtes Getreide:

Die nachfolgende Regelungen beziehen sich auf die jeweilige im kontrollierten Vertragsanbau gemeldete Fläche.

  • Standort, Boden:    
    • keine Klarschlamm- Klärschlammgemischausbringung in den letzten 5 Jahren und zukünftig.
    • keine Flächen im regelmäßigen Überschwemmungsbereich.
    • der Viehbesatz darf 2 GV/ha nicht überschreiten.
    • Bodenschonende Anbautechnik.
  • Fruchtfolge:
    • Es muss eine mindestens dreigliedrige Fruchtfolge eingehalten werden
    • Weizenanbau nur nach einer Blattfrucht, Hafer, Gewürzen, Wildblumen- Grassamenvermehrung oder Stillegung u.ä..
    • Roggenanbau grundsätzlich auch nach Körnerfrucht möglich.
    • Der Maisanteil darf 33 % in der Fruchtfolge nicht überschreiten.
    • Der Getreideanteil der Anbaufläche darf maximal 75 % betragen.
  • Saatgut und Sorten: Es darf nur zertifiziertes Saatgut bzw. im Betrieb erzeugtes und aufbereitetes Saatgut verwendet werden. Hinsichtlich der Sortenwahl stimmen sich Käufer und Erzeuger ab.
  • Pflanzenernährung: Die Grund- (alle 7 Jahre von jeder Fläche) bzw. Stickstoffversorgung erfolgt auf der Basis von Bodenuntersuchungen welche im Anbaubetrieb von repräsentativen Flächen jährlich gezogen werden. 
  • Pflanzenschutz:
    • vorrangig sind mechanische (Hackstriegel, Hackgerät) und biologische (z.B. Mikroorganismen) Maßnahmen durchzuführen.
    • Herbizidbehandlungen mit zugelassenen Präparaten bei eingehaltener Wartezeit möglich (Resistenzmanagement).
    • Fungizidbehandlung nur bei bestimmten invasiven Krankheiten (Rost, Halmbruch usw.) mit verringerter Aufwandmenge.
    • Insektizidbehandlung vorab nicht zulässig.
    • Wachstumsregulierung nur mechanisch zugelassen.
  • Schlagkartei: Für die Anbaufläche ist eine Schlagkarte bzw. Feldkarte zu führen, in der alle Acker- und pflanzenbaulichen Maßnahmen aufgezeichnet werden.
  • Lagerung: Die Gesunderhaltung, Trocknung, Lagerung der Ernteprodukte durch den Erzeuger ist nach “guter fachlicher Praxis” einzuhalten. (Restfeuchte, Temperatur, Schädlinge usw.)
  • Qualitätskriterien: Die Ware muss nach der Reinigung den geltenden lebensmittelrechtlichen Anforderungen entsprechen.

 

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